Alles über Gesundheitsapps

Seinen eigenen Gesundheitszustand zu überprüfen ist heute einfacher als zu Zeiten, in denen man wegen allem zum Arzt musste. Einen großen Beitrag haben dabei Apps geleistet, die auf dem Telefon aktuelle Werte speichern und Trends anzeigen können. Es gibt zwei Arten von Gesundheits-Apps:

  • Apps, die das Verhalten analysieren und manuelle Eingaben brauchen
  • Apps, die Daten von anderen Geräten empfangen und verarbeiten

Das Gesundheitstagebuch

Einige Apps – oft solche, die sich um die psychische Gesundheit kümmern – verlangen, dass die Anwender ihre Daten selbst aufschreiben. Meistens muss man angeben, wie man sich fühlt, ob man aktiv ist oder sich ausruht oder wie das aktuelle Gewicht ist. Manche Apps können auch auf die internen Sensoren des Telefons zugreifen. Dann kann die App selbstständig Bewegungen aufzeichnen und daraus dann ein Gesundheitsprofil erstellen. Das Accelerometer kann Schritte feststellen und in Zusammenarbeit mit dem GPS-Modul dann errechnen, wie lange man gelaufen ist und wie viele Kalorien man verbraucht hat.

Wie gut solche Apps tatsächlich der Gesundheit helfen ist noch nicht umfangreich erforscht. So berichtete das Ärzteblatt über Studien zu diesem Thema und die fehlende Datenlage. Die meisten Hersteller von Apps geben Daten verständlicherweise nicht einfach heraus, und man kann die Anwender nicht in einer Klinik untersuchen. Dennoch geht man davon aus, dass selbst einfache Apps bereits das Bewusstsein über Gesundheitsthemen verbessern.

Apps mit angeschlossenen Geräten

Die derzeit umfangreichste App im Konsumentenbereich ist die Gesundheitsapp von Apple, wenn sie mit einer Uhr aus dem gleichen Unternehmen verbunden wird. Apple hat mit seiner Watch einen großen Sprung gemacht, seit diese nicht nur den Puls messen, sondern auch ein einfaches EKG erstellen kann. Möglich ist damit ein Vorhofflimmern zu diagnostizieren, den Sinusrhythmus zu analysieren und Auffälligkeiten zu melden. Natürlich ersetzt die Uhr noch kein EKG, kann aber zumindest in der Früherkennung eine wichtige Hilfe sein.

Die meisten anderen Smartuhren messen zumindest schon mal den Puls. Damit kann man über eine Tabelle feststellen, ob man sich den Tag über angestrengt hat oder einen immer gleichbleibenden Puls hatte. Diese Funktion wird auch zusammen mit dem Bewegungsmesser verwendet, um ein Schlafprofil zu erstellen.

Wer meint, sich einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt zu haben, kann sich einen Geigerzähler bestellen, der mit einem Smartphone verbunden wird. Allerdings ist die Messgenauigkeit dieser Geräte noch eher bescheiden und zeigt vor allem gravierende Strahlenbelastungen an.

Wer seinen Blutdruck überprüfen möchte, kann sich eine Handgelenkmanschette zulegen. Diese misst in bestimmten Abständen den Blutdruck und überträgt ihn an eine App im Handy. Diese kann Warnungen ausgeben, wenn der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist, und eine Zeitleiste erstellen. Das ist dann praktisch wenn man wissen will, ob zum Beispiel Medikamente, die den Blutdruck senken sollen, auch tatsächlich wirken. Früher musste man sich dazu entweder jeden Tag in die Apotheke bewegen oder ein Langzeit-Blutdruckmessgerät tragen.

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